Route Rotterdam

Nicht labern, sondern rackern - das ist seit jeher das Motto von Rotterdam. Und es wird wirklich ganz schön gerackert in dieser wiederauferstandenen Hafenstadt. Es gibt beeindruckende Bauprojekte, neue Architektur, Grüninitiativen und fantastische Lokale.

Eine quirlige Weltstadt, in der man auch Ruhe und Platz findet. Eine gute Sache, finden wir. Die Stadt liegt quasi um die Ecke. Rotterdam bietet alles: Platz, breite Straßen, über 170 Nationalitäten und die weitläufige Maas, die durch die Stadt fließt. Wer Rotterdam wirklich entdecken möchten, muss sich ins Zeug legen. Aber das ist absolut kein unangenehmes Unterfangen: An sonnigen Tagen funkeln die nagelneuen Wolkenkratzer und das glitzernde Wasser zur Begrüßung. Auf den Straßen stehen elektrische Scooter, die man direkt mieten kann. Oder nehmen Sie ein Wassertaxi: Da kommt sofort Ferienstimmung auf.

Manhattan an der Maas

Die große Dichte an Wolkenkratzern und eine unvergessliche Skyline: Es nicht weiter verwunderlich, dass Rotterdam mit der Weltstadt New York verglichen wird. Auf dem Kop van Zuid ist das besonders fühlbar. In diesem neu entwickelten Gebiet am Wilhelminapier stehen Wohntürme mit den Namen New Orleans, Montevideo und Boston & Seattle. Das Nhow-Hotel ist im Wolkenkratzer „De Rotterdam“ (42 Etagen) untergebracht. Von der Bar und den Hotelzimmern aus hat man eine phänomenale Aussicht auf die Erasmusbrücke. Oder möchten Sie lieber Farbe bekennen? Dann ist das Designhotel Bruno in einer ehemaligen Lagerhalle genau die richtige Adresse. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zu den nahegelegenen Foodhallen. Eine andere Nachbarin ist Margreeth Olsthoorn - mit einem High-End-Modeladen mit exklusiven Designs. Zu ebener Erde finden Sie am klassischen Hotel New York die schönste Aussicht auf den Kop. Dieses einstige Hafenbüro war in früheren Zeiten das einzige Gebäude auf dem Pier. Von dort fuhren die ersten Schiffe mit Emigranten nach Amerika. Auch heute noch legen dort turmhohe Ozeanriesen an. Der Cruise Terminal befindet sich direkt um die Ecke. Das frühere Rotlichtviertel Katendrecht ist über die Rijnhavenbrücke gut zu erreichen. Sie wird im Volksmund „Hurenläufer“ genannt. In der Fenix Food Factory kann man lokal einkaufen. De Matroos en het Meisje befindet sich gegenüber und ist eine tolle Adresse fürs Diner. Bestellen Sie in The Basement - im Keller - des Hotel New York einen Cocktail. Oder nehmen Sie das Wassertaxi über die Maas zum Scheepvaartkwartier. In diesem schicken Teil Rotterdams befinden sich auch die Sternerestaurants Zeezout und Parkheuvel. Spazieren Sie am Abend über die Westerkade und genießen Sie am Veerhaven eine zauberhafte Aussicht auf die Stadt. Vergangenheit und Gegenwart sind hier eine Einheit: Im Licht einer klassischen Straßenlaterne zeichnen sich historische Schiffe vor der futuristischen Skyline ab.

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Kunst und Architektur
Kunst und Architektur findet man ihn Rotterdam buchstäblich an jeder Straßenecke. Der neueste Hingucker ist das Spiegeldepot von Museum Boijmans van Beuningen. Aus welcher Richtung man sich dem Depot auch nähert - es ist ein imposanter Anblick. Es hat einen Dachpark mit Bäumen, gebogene Spiegel an der Außenseite und transparente Treppen drinnen. Dabei ist es das erste Kunstdepot der Welt, das für Besucher zugänglich ist. Es wird im Herbst eröffnet. Aber es gibt noch mehr megamoderne Designs. Sehen Sie sich im M4H-Industriehafen um. Dort hat Künstler und Erfinder Daan Roosegaarde sein Designstudio Roosengaarde. Spitzname: die Droomfabriek. Im Garten steht der Smog Free Tower, der schädlichen Feinstoff aus der Luft filtert. Ein paar Meter weiter befindet sich der Skulpturengarten von Joep van Lieshout. Dort steht eine Sauna in Form eines Schädels zwischen lebensgroße Organen und Penissen. Eine moderne Form der Landwirtschaft wird bei der Floating Farm betrieben: Auf diesem schwimmenden Bauernhof grasen Kühe mit Seemansgang. Rotterdam hat den Blick stets nach vorn gerichtet und denkt über den steigenden Meeresspiegel nach. Im Wijn- und Rijnhaven liegen nachhaltige Wikkelboats. Die schwimmenden Tiny Houses werden aus 24 Schichten Wellpappe gebaut. Sie stehen im Mittelpunkt einer neuen Form des Bauens mit dem Namen Floating Rotterdam. Auch mit Regenwassergüssen wird in der Stadt kurzer Prozess gemacht: Im Zomerhofkwartier sind in die Straßen teils wasserabsorbierende Rain(a)way-Fliesen eingelassen. Es gibt ein tiefliegendes Basketballfeld, aus dem bei Regen ein Teich wird und eine Riesenregentonne in Form der Buchstaben „ZOHO“. Dies alles finden Sie entlang der ehemaligen Hofbogen-Trasse, die in den kommenden Jahren zu einem fast zwei Kilometer Dachpark transformiert wird. Die New Yorker High Line lässt grüßen. Der Anfang ist bereits gemacht: Auf dem ehemaligen Bahnhof Hofplein befindet sich der Luchtpark mit urbanem Gemüse- und Obstgarten.

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Geheimtipps
In Rotterdam gibt es eine Menge besondere und unerwartete Orte. Da die Innenstadt durch den Bombenangriff am 14. Mai 1940 größtenteils zerstört wurde, sind die Geheimtipps vor allem außerhalb des kommerziellen Stadtzentrums zu finden. Verlassen Sie die bekannten Pfade und sehen Sie sich einfach mal im interessanten Oude Noorden um. Dort befindet sich in der Kantine einer ehemaligen Hauswirtschaftsschule an der Koningsveldestraat das Restaurant De Kok en de Tuinman. Das Essen wird in dem wunderbar ruhigen Hinterhofgarten serviert. Im gleichen Gebäude organisiert Gallery Untiteld Ausstellungen in vier ehemaligen Klassenzimmern. Brauchen Sie noch ein paar hübsche Geschenke? Bummeln Sie dann über den Zwaanshals mit seinen vielen kleinen Geschäften und dem originellen Angebot. Im langgestreckten Laden von Regina gibt es Leckereien und Küchendesign. Oder entdecken Sie die Brouwerij Noord in der ehemaligen Feuerwehrkaserne mitten in einem Wohnblock. Leerstehenden Gebäuden neues Leben einhauchen - darin ist Rotterdam Meister. Ein wunderbares Beispiel ist das Tropicana Bad. Es ist heute Standort von zirkulären Unternehmern. Rotterzwam hat sich dort ebenfalls niedergelassen. Das Unternehmen züchtet Pilze auf Kaffeesatz, der von der Gastronomie vor Ort angeliefert wird. Die Pilze wiederum verwendet das Restaurant Aloha in seinen Gerichten. Die Gäste sitzen zwischen den künstlichen Felsen des ehemaligen Wellenbads und haben eine sensationelle Aussicht auf die Maas. Designerin Susan Bijl - bekannt für ihre abfallsparenden Einkaufstaschen - hat aus einer ehemaligen Werkstatt am Oostzeedijk in Kralingen einen Showroom und Designshop gemacht. Auch klasse: Klopfen Sie beim „Doktor“ an und vereinbaren Sie einen „Termin“. Versteckt im Scheepvaartkwartier befindet sich die Speakeasy Cocktailbar Dr. - sie hat nur zehn Plätze an der Bar. Dort sind die Barkellner Ihnen gern behilflich, das richtige „Rezept“ zu finden, damit Sie auf Ihre aufregende Entdeckungstour durch Rotterdam anstoßen können.

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